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DAS ÖSTERREICHISCHE ARCHÄOLOGISCHE INSTITUT

Das Österreichische Archäologische Institut (ÖAI) widmet sich der Erforschung vergangener Kulturen des 'griechisch-römischen Kulturkreises' im Mittelmeerraum, in den Kulturräumen der ehemaligen Donaumonarchie und des historischen Erbes der römischen Kultur auf dem heutigen Staatsgebiet der Republik Österreich. Mit dieser Definition des zeitlichen und geographischen Rahmens ist zwar eine historische Tradition verbunden, keineswegs ist daraus aber das Bild einer traditionsorientierten Wissenschaft historistischen Zuschnitts abzuleiten. Im Gegenteil: Wie in allen modernen Staaten Europas kann die Archäologie auch in Österreich als ein wichtiger Bestandteil einer aktiven Kulturpolitik im Kontakt mit den Staaten Südosteuropas und des Mittelmeerraumes verstanden werden. Im Inland wie auch an seinen Forschungsplätzen im Ausland bemüht sich das ÖAI um eine nachhaltige Bewältigung der Aufgaben des archäologischen Denkmalschutzes und des aktiven Schutzes historischer Kulturgüter.
Unsere Ziele werden durch nationale und internationale Kooperationen unterstützt. Von besonderer Bedeutung sind dabei Kontakte mit den wissenschaftlichen Institutionen und staatlichen Autoritäten in jenen Ländern, in denen das ÖAI selbstständige Forschungsunternehmen unterhält. In Entsprechung zu den unterschiedlichen nationalen Gesetzgebungen werden diese Forschungen im Rahmen freiwillig abgetretener Hoheitsrechte der Gastländer betrieben, die jährlich zu erneuern sind.
Zweigstellen unterhält das ÖAI in Griechenland und Ägypten, die Wiedererrichtung einer Zweigstelle in der Türkei ist seit Langem ein Desiderat.

Sowohl in der Forschungs- als auch in der Publikationstätigkeit bestehen zahlreiche Kooperationen mit wissenschaftlichen Institutionen des In- und Auslandes. Dies gilt für Österreichs Universitäten ebenso wie für die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die seit 1995 im Rahmen eines Patronanzabkommens mit dem ÖAI in Ephesos, an dem traditionsreichsten Forschungsort österreichischer Archäologie in der Türkei, wirkt. Auch in der Erforschung des römischen Limes in Österreich, etwa in Carnuntum und Mautern, gibt es langfristige Kooperationen mit wünschenswerten Synergien.
Mit dem Bundesdenkmalamt arbeitet das ÖAI im Hinblick auf 'Denkmalschutzgrabungen' im Sinne des Denkmalschutzgesetzes zusammen. Weiters gibt es erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Bundes- und Landesmuseen und zahlreichen Gebietskörperschaften, die vor allem als Partner bei längerfristigen Denkmalschutzprojekten im Zusammenhang mit Baumaßnahmen oder Strukturveränderungen auftreten.
Von aktueller Bedeutung ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Nachbardisziplinen der technischen Wissenschaften und der Naturwissenschaften, durch die eine Verbreiterung der historischen Aussagemöglichkeiten erreicht werden kann.

Die wissenschaftliche Publikation der ergrabenen Befunde und Monumente ergibt sich als folgerichtige Verpflichtung aus der Feldforschung. Hierzu gibt das Institut eigene Publikationsreihen heraus, die dem nationalen und internationalen Fachpublikum zur Verfügung stehen. Für das Publikationswesen des ÖAI ist darüber hinaus die Zusammenarbeit mit dem Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften von Bedeutung.


Kontakt:
Sabine Ladstätter


Jänner 2010