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FORSCHUNG ZU KELTISCH-RÖMISCHEN KULTURKONTAKTEN: MAGDALENSBERG (KÄRNTEN)

In Kooperation mit dem Landesmuseum Kärnten (H. Dolenz) erfolgt die Bearbeitung der Fibelfunde aus den Grabungsjahren 1948-2002 in der Siedlung am Magdalensberg. Insgesamt wurden rund 600 Fibeln in einer MSAccess-Datenbank erfasst und die von G. Moßler (†) begonnene graphische Dokumentation der Funde weitergeführt. Gemeinsam mit E. Schindler Kaudelka wurde die Analyse der befundspezifischen Daten und der Absolutdatierung vorgenommen.
Als Ergebnis dieser Arbeiten ist eine Gliederung der Fibelvorkommen in sechs chronologisch relevante Gruppen zwischen 30/20 v.Chr. und der claudischen Zeit möglich, in denen jeweils In-situ-Funde dem Fundbestand aus Planier- oder Verfüllmaterial gegenübergestellt werden. Eine Clusteranalyse soll Rückschlüsse auf die Besonderheiten der Vorkommen in den funktional unterschiedlich zu bewertenden Siedlungsarealen ermöglichen. Besonderes Augenmerk wird hierbei auch auf die Werkstattbefunde gelegt, mit den Nachweisen einer eigenständigen Fibelproduktion ab dem letzten vorchristlichen Jahrzehnt.


Bildunterschrift
Abb. 1: Magdalensberg, Produktionsabfälle von Doppelknopffibeln Almgren 236 c (Zeichnung: ÖAI - H. Sedlmayer, Photo: Landesmuseum Kärnten)

Kontakt:
Helga Sedlmayer

Juni 2007