Walter Gauß - G. Klebinder-Gauß - C. von Rüden (eds), The Transmission of Technical Knowledge in the Production of Ancient Mediterranean Pottery, SoSchrÖAI 54 (Wien 2015).

Sabine Ladstätter, Die Türbe im Artemision. Ein frühosmanischer Grabbau in Ayasoluk/Selçuk und sein kulturhistorisches Umfeld, SoSchrÖAI 53 (Wien 2015).

Projekte: Geografische Übersicht

Übergang von Spätantike zum Frühmittelalter

Luftaufnahme des Hemmabergs (Foto Landesmuseum Kärnten)
Luftaufnahme des Hemmabergs (Foto Landesmuseum Kärnten)

 

Die Ausgrabungen des Landesmuseum Kärnten legten in den letzten Jahrzehnten auf dem Hemmaberg ein frühchristliches Pilgerheiligtum und im Tal an der Straßenstation Iuenna (Globasnitz) ein Gräberfeld aus der Zeit der Ostgotenherrschaft (536–593 n. Chr.) frei.

Eine der beiden Doppelkirchenanlagen auf dem Hemmaberg ist der katholisch-römischen, die andere der arianisch-ostgotischen Christengemeinde zuzuweisen, wie dies auch in Ravenna, der damaligen Hauptstadt des Weströmischen Reiches, der Fall war. In dem Gräberfeld waren u. a. Personen mit künstlicher Schädelumformung bestattet – eine Tradition, welche die Ostgoten im südrussischen Raum von den Hunnen übernommen hatten.

Michaela Binder, Bioarchäologin am ÖAI, wird im Rahmen eines Hertha-Firnberg-Stipendiums die menschlichen Skelette analysieren.

 

Die Ausgrabungen auf dem Hemmaberg umfassen jedoch nicht nur frühchristliche Bauwerke. Jüngste Forschungen des Landesmuseums Kärnten zeigen, dass das Plateau vom 2. Jahrtausend v. Chr. bis in das 7. Jahrhundert n. Chr. durchgehend genutzt wurde. Im Rahmen eines diesbezüglichen FWF-Projekts (»Kultkontinuität am Gipfel des Hemmabergs«) ist das ÖAI als nationaler Forschungspartner für die Bearbeitung der Tierknochen durch Alfred Galik verantwortlich.

 

FWF-Projekte

▪ Michaela Binder, Lebenswelten am Übergang von Spätantike zum Frühmittelalter (Hertha-Firnberg-Stipendium T-843)

▪ Josef Eitler, Kultkontinuität am Gipfel des Hemmabergs (FWF-Einzelprojekt P29452-G25)